Der erfolglose Comiczeichner Alex hat genug von Beziehungskisten und kümmert sich liebevoll um seine debile Oma.
Niko wird nach dem Abitur von seiner kühlen Pflegefamilie hinauskomplimentiert.
Beide treffen an einer Berliner Tankstelle aufeinander, fühlen sich magisch voneinander angezogen, verhalten sich aber wie feindselige Katzen. Doch Liebe fragt nicht, ob sie willkommen ist.
Alex und Niko beginnen sich gegenseitig zu inspirieren und spüren, daß sie irgendwie zusammengehören.
In diese Hochgefühle platzt Alex’ Ex, Nikos Sportkumpel gesteht ihm seine wahren Gefühle, und wer zum Teufel ist dieser mysteriöse Robert, der sich nur Oma zeigt?
Kein Wunder also, daß Alex und Niko das Gleichgewicht verlieren ...
Originalausgabe
Broschiertes Buch / Paperback
Traumtänzer Paperback ca. 350 Seiten ISBN 978-3-947031-53-5 Preis: 15,99 (D) 15,99 (A) ~ 19,00 SFr (CH)
Auch erhältlich als: ebook (11/2024) (epub, ca. 1 MB) ISBN 978-3-947031-55-9 Preis: 5,99 € (D) - 5,99 € (A) ~ 6,00 sFr (CH)
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Unsere
Meinung:
Als Alexander, kurz Alex, am Anfang des Buches einen vermeintlichen Selbstmörder vom Brückengeländer holt und über Nacht bei sich aufnimmt, ahnen er und die Lesenden auch nicht ansatzweise, welches Chaos Niko in sein bisher so sortiertes tristes Leben bringen wird. Das beginnt schon damit, daß selbiger ein Ohrenvergewaltiger erster Güte ist - gegen ihn wirkten Barbara Schöneberger und Desiree Nick wie das Schweigen der Lämmer - und hört mit seinen eigenwilligen verdrehten Thesen zu allen Themen des Lebens noch lange nicht auf. Was auf diese erste Nacht (die mit einem typischen Niko-Erwachen endet) folgt, ist eine äußerst kreative, ebenso unterhaltsame wie auch rührende Geschichte, die ihre Figuren und mit ihnen die Lesenden mit einer Vielzahl unerwarteter und dramatischer Wendungen zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt. Die Lesenden begleiten die beiden dabei, sich näherzukommen und und immer wieder auseinandergerissen zu werden. (Wobei sie sich nicht selten auch selbst im Wege stehen.) Eingebunden sind neben den verschiedenen für die Lesenden unterhaltsamen, ersten, chaotischen, mysteriösen und rührenden Ereignissen der Gegenwart auch unaufdringlich die Vergangenheiten der beiden Hauptpersonen, die nach und nach den Hintergrund zu ihrem Verhalten beisteuern. Zudem gibt es noch eine Geschichte in der Geschichte, eben jene, die auch diesem Buch den Titel gegeben hat. Der Kater mit den Sommersprossen ist Niko nicht nur in der Hauptgeschichte, sondern auch in dem neuen Comic, in dem Alex die Abenteuer des kleinen Katers mit den Sommersprossen Nikodemus und seines Freundes Digeridoo in Wort und Zeichnung erzählt. (Und wir hätten gar nichts dagegen, wenn der Autor diese Geschichte, die hier immer nur angerissen wird, in einem eigenen Buch komplett erzählen würde.) In dieser Gegenwart treffenden die Handelnden und Lesenden auf Katzen und Kängurus, Komponisten und Klavierstücke, Konversationen und Comics, Chaos und Chaoten, Kriegszeiten und Konfusionen. Außerdem geht es um Freundschaften und andere Beziehungen, Wut, Freude, Zuneigung, Liebe und Trauer. Und ein bißchen Geistergeschichte ist möglicherweise auch dabei. Es geht um verliebte Jungs, Titten, Thesen Temperamente, Sex, Drugs und Rock’n Roll, Laktoseintoleranz, Veganismus und Helene Fischer. Ach ja, nicht zu vergessen einen Coitus Reservatus, der laut Niko die Leidenschaft steigert. Erzählt wird die Geschichte jeweils abwechselnd aus der Sicht von Niko und Alex, wobei Niko seinen Teil mitunter recht derb und rüde formuliert. Für uns ist dies trotz aller Dramatik ein ausgesprochen unterhaltsames Lesevergnügen mit eigenwilligen, teils recht schrägen, Charakteren und auf jeden Fall ein Tip.
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