Der 18-jährige Noah hat in seinem durchgetakteten Alltag alles unter Kontrolle: Als Einser-Schüler im elitären Sportinternat ist er ein Ass in Mathe und dazu die Nachwuchshoffnung im Stabhochsprung.
Im letzten Schuljahr gilt es nun für ihn herauszufinden, wie es danach weitergehen soll – Wissenschaftskarriere oder Olympiaträume?
Doch plötzlich wird sein Leben auf den Kopf gestellt.
Nach dem tragischen Tod seines Mitbewohners macht sich Noah Vorwürfe, weil er nichts von dessen Problemen geahnt hat.
Mitten in seine Nachforschungen tritt dann auch noch ein neuer Mitschüler, der Noahs Herz höher schlagen und seine Gefühle Achterbahn fahren läßt.
Aber ist es im richtige Leben nicht wie im Stabhochsprung und man muß sich trauen zu springen, um vor Glück zu fliegen?
Originalausgabe
Broschiertes Buch / Paperback
Außerdem ist von Tove Blaustedt im Traumtänzer-Verlag erschienen:
Traumtänzer Paperback ca. 390 Seiten ISBN 978-3-947031-41-2 Preis: 15,99 (D) 15,99 (A) ~ 25,00 SFr (CH)
Auch erhältlich als: ebook (12/2022) (epub, ca. 3 MB) ISBN 978-3-947031-43-6 Preis: 4,99 € (D) - 4,99 € (A) ~ 5,00 sFr (CH)
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Unsere
Meinung (zu Permafrost-Dämmerung):
Daß er ein Eisbär sein möchte, im kalten Polar war wohl so wenig Leos größter Wunsch wie von seiner Freundin abserverviert zu werden und die wichtigste Arbeit seines bisherigen Lebens in einem schwarzen Loch versinken zu sehen. Seine Zukunft im System war doch ausführlichst beredet und geplant gewesen. Warum er sich dennoch wenig später mit den aufmunternden Worten seiner Mutter: "Manchmal kann etwas, das man nicht bekommt, eine wunderbare Fügung des Schicksals sein" statt im sonnigen Kalifornien im eiskalten und dunklen Spitzbergen wiederfindet und wenig später auch auf seinen ersten (aber nicht einzigen) Eisbären trifft? Damit beginnt diese unterhaltsam und spannend erzählte Geschichte, die wir so ganz und gar nicht erwartet hätten. (Wir hatten eher eine düstere dystopische Katastrophenstimmung mit entsprechend hochdramatischer Nicht-Handlung befürchtet.) Zunächst erleben die Lesenden mit, wie Leo neue Freunde (und einen ganz besonders) findet und sich an seiner neuen Universität einlebt. Dafür, daß es Leo dennoch ziemlich heiß wird, sorgen ein Einkaufswagen-Zusammenstoß, grün-blaue Gletscheraugen, ein Whirlpool und ... Schmetterlinge - ja davon gibt es hier jede Menge. Die Lesenden erleben das langsame Wachsen und die Achterbahnfahrt in Leos neuer Beziehung mit, wie er und sein Freund sich freischwimmen und zu sich selbst und dadurch stärker zueinander finden. Daneben spielen aber auch Coming Outs (oder eben nicht, und daraus entstehende Liebesqualen) und diverse andere Freundschafts- und Liebesgeschichten, aber auch Klimaaktivisten, Polarlichter und Tourismus eine Rolle. Nebenbei erfahren die Lesenden auch, wie mensch am Pol (über)lebt, was beispielsweise der im Titel genannte Permafrost ist, und wie sich die Klimaveränderungen auf diesen empfindlichen Bereich der Erde auswirken. Auf der persönlicheren Ebene erfahren sie zusammen mit Leo, wie sich die Vergangenheit mit ihren körperlichen und geistigen Narben und Verletzlichkeiten auf Beziehungen auswirkt. Das alles aber keineswegs moralinsauer oder mit erhobenenem Zeigefinger und auch nicht mit seitenlangen theoretischen Erörterungen. Nein alle diese Informationen sind unaufdringlich in die Geschichte eingebunden, ebenso wie die Gefahren, die durch Öl- und Gasbohrungen der Region drohen. Im zweiten Teil des Buches verschiebt sich dann der Schwerpunkt der Geschichte ein wenig und es deutet sich an, daß trotz der nahenden Dämmerung finstere Dinge in abgeblich so idyllischen Longyearbyen vor sich gehen und möglicherweise auch mehr als eine der Personen, die Leo und mit ihm die Lesenden bisher kennengelernt haben, (dunkle oder gar kriminelle?) Geheimnisse hat. Und fühlt sich der eine oder die andere zu recht oder unrecht bedroht durch die anklagende Schrift, die plötzlich an dér Wand erscheint? Jedenfalls verhalten sich einige Bewohner sehr merkwürdig, Leo hat ein beunruhigendes Erlebnis ... und dann stirbt eine Frau. Leo und seine neuen Freunde versuchen den Dingen auf den frostigen Grund zu gehen und einiges erweist sich zum Glück als anders als gedacht, aber ein geheimnisvoller Übeltäter scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Am Ende des Buches gerät Leo in eine eiskalt gestellte Falle und hat eine weitere Begegnung mit einem Eisbären. Die Geschichte wird in vierzig äußerst unterhaltsamen und gut lesbaren Kapiteln erzählt, die mit dem jeweiligen Datum überschrieben sind - von Mittwoch, dem 20. November 2024 bis Donnerstag, dem 20. Februar 2025 - und finden damit ungefähr zur gleichen Zeit statt, in der das Buch erschienen ist. (Am Ende folgt noch ein zeitlich und inhaltlich etwas abgesetzter Epilog, der am Samstag, dem 14. Juni 2025 spielt.) Dies ist übrigens auch eines jener Bücher, die durchaus zweimal gelesen werden können, und dabei mit dem Wissen aus dem ersten Lesen einen neuen Blick auf einige Geschehnisse und Personen zu werfen. Und auch wenn es zeitweise - sei es in den Liebes- oder den Krimnalgeschichten - gar nicht so aussehen mag, sollten sich die Lesenden an den Wahlspruch von Leos Mutter erinnern: Am Ende wird alles gut – und wenn es nicht so ist, dann ist es noch nicht das Ende. Den Abschluuß dieses Buches bildet übrigens noch ein kurzes Nachwort, in dem die Autorin einige der kleinen Unterschiede und literarischen Freiheit beschreibt, die zwischen dem wahren Longyearbyen und den Beschreibungen in diesem Buch bestehen. Für uns war diese Geschichte, die sowohl Spannung als auch eine gute Portion Humor und verwickelte Liebesgeschichten sowie interessante Einblicke ins (Über-)Leben auf der eisigen Insel Spitzbergen im Arktischen Ozean bietet (auch wenn uns die grünblauen Gletscheraugen vielleicht etwas überstrapaziert erschienen), auf jeden Fall ein uneingeschränkter Tip, der Lust darauf macht, mehr von dieser Autorin zu lesen.
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