(Ein Klick auf das Banner öffnet ein neues Browser-Fenster)
März 2026
Autor/Herausgeber/Reihe:
Wilkie Collins:
Titel:
Gesetz und Frau
Kriminalroman
3.
Originaltitel: The Law and the Lady
Erscheinungsland
Original: GB
Erscheinungsjahr Original: 1875
Mit Valeria Woodville in Gesetz und Frau erschuf Wilkie Collins eine der ersten weiblichen Ermittlerinnen überhaupt.
Valeria Woodville ist frisch verheiratet, als sie erfährt, daß ihr Mann sie unter einem falschen Namen geheiratet hat. Ist sie überhaupt verheiratet?
Seine diversen Ablenkungsmanöver durchschaut Valeria ziemlich bald.
Und sie macht sich gegen alle Widerstände daran, einem dunklen Familiengeheimnis auf den Grund zu gehen ...
Aus dem britischen Englisch übersetzt von Sebastian Vogel Mit einem Nachwort von Stefani Brusberg-Kiermeier Mit einer kompakten Biographie des Autors im Anhang
Die Webseite des Verlages wird leider nicht mit allen Browsern korrekt dargestellt. Der Link zum Buch kann daher, besonders bei älteren Browsern, eventuell nur eingeschränkt funktionieren.
Neuausgabe
Taschenbuch
Reclam Taschenbuch ca. 510 Seiten Format ca. 19x12cm ISBN 978-3-15-020801-4 Preis: 16,00 € (D) – 16,30 € (A) ~14,00 SFr. (CH)
Direkt beim Verlag bestellen:
Unsere Meinung:
Wenn im obenstehenden Informationstext des Verlage zu diesem Buch davon die Rede ist, daß Valeria Woodville eine der ersten weiblichen Ermittlerinnen ist, so könnte dies beim einen oder der anderen falsche Erwartungen wecken. Die Heldin dieses Buches ist weder Polizeibeamtin noch Privatdektivin und mischt sich auch nicht auf Miß-Marple-Art in einen aktuellen Kriminalfall ein. Vielmehr ist dies eine Mischung aus einer Liebesgeschichte und dem Versuch einer Ehefrau hinter das Geheimnis ihres Mannes zu kommen. Was dieser mit allen Mitteln zu verhindern sucht. Auch bildet die Suche nach dem Familiengeheimnis nur den einstieg in die eigentliche Geschichte. Aber fangen wir vorne an. Das Buch beginnt als Liebesgeschichte, die schließlich in einer Heirat mündet. Von dieser Heirat sind allerdings nicht alle begeistert. Besonders die Famile des Ehegatten und seine Freunde verhalten sich merkwürdig. Doch zunächst schwebt die erzählende Ehefrau noch im siebten Himmel und mißt dem keine große Bedeutung zu. Doch durch einen "Freundschaftsdienst" einer überaus neugierigen Vermieterin kommt ein Aspekt zu Tage, der ihre ganze Hochzeit und ihren angebeteten Ehemann in einem anderen Licht erscheinen läßt. Sie sieht sich in ihrem Vertrauen getäuscht und versucht auf verschiedene Weisen hinter sein Geheimnis zu kommen, das dieser verzweifelt zu verbergen sucht. Als ihr das schließlich gelingt, ist das allerdings nicht das Ende des Romans, denn dann geht es erst richtig los und bleibt bis zum Ende ausgesprochen spannend. Dabei stößt die Erzählerin unter anderem auf eine schottische Eigenart, die sie an ihren Ehemann schreiben läßt "Ich habe gelernt, mein Liebling: Gesetz und Frau verstehen einander" (was denn auch den Kern und den Titel dieses Buches bildet). Neben der Liebesgeschichte und den detektivischen Anstrengungen der Ehefrau, hinter das Geheimnis ihres Mannes zu kommen und im weiteren Verlauf, eine ihrer Meinung nach, Fehlentscheidung zu revidieren, bietet der Roman einen Blick auf die britische Gesellschaft jener Zeit und den Beschränkungen, denen Frauen unterworfen waren, aber auch wie mit Randgruppen, etwa Personen mit Behinderungen, umgegangen wurde. Auf diese Weise ist das Buch auch ein gesellschaftskritischer Roman. Für uns war dies ein bis zum Ende ausgesprochen spannend zu lesender, zum Teil etwas schräger, Roman und ein Tip.
Diese Informationen sind zur persönlichen Verwendung bestimmt; sie dürfen zu nicht-kommerziellen Zwecken unter Nennung der Quelle weiterverbreitet werden. Die Rechte der (Hör-)Buch-Abbildungen liegen bei den jeweiligen Verlagen. Alle Angaben nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.
Für Mitteilungen, Meinungen und eigene Tips für die INFO-Bücherbar einfach das Kontakt-Formuar verwenden. Die Einsendung ist gleichzeitig Einverständnis mit redaktioneller
Bearbeitung und Veröffentlichung, sofern nicht ausdrücklich auf der Einsendung anderslautend vermerkt.